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Westfälischer Anzeiger Gäste aus Nepal in der Gesamtschule Nordkirchen

By 27. Juni 2013No Comments

Besuch aus NepalEs ist einer der Höhepunkte in der Partnerschaft zwischen der Gesamtschule Nordkirchen und der nepalesischen Bright Future School bei Kathmandu: Die Schulleiter beider Schulen haben sich am Donnerstag erstmals bei einem Frühstück die Hände geschüttelt. Diesen denkwürdigen Augenblick habe ich – ebenfalls Gast an meiner „alten“ Schule – mit Notizblock und Kamera für den Westfälischen Anzeiger festgehalten.

Die hauptsächlich aus Spendengeldern finanzierte Schule in Nepal stellt eine Alternative zu den teuren staatlichen Schulen in dem Entwicklungsland dar, zu denen nicht jedes Kind einen Zugang findet. Für die verhältnismäßig gehobene Ausstattung sorgt zum Beispiel der Freundeskreis Nepal aus Münster, über den die Partnerschaft zwischen Gesamtschule und Bright Future School zustande kam. Die nepalesische Schule nimmt auch Waisenkinder und junge Menschen aus sehr armen Familien auf. Ihre Gründer und Schulleiter Mohan Karki und Daya Ram Thapa besuchen jetzt, im 25. Jahr des Bestehens ihrer Schule, die Partner in Deutschland. (…)

„Mögen Sie Deutschland?“, fragt eine Neuntklässlerin auf Englisch. Da strahlen die beiden Nepalesen über das ganze Gesicht. „Deutschland ist wunderbar“, antwortet Daya Ram Thapa. Seit er hier ist, zieht er überall Vergleiche zu seinem Heimatland. Besonders schätzt er das viele Grün hier. „Die Menschen folgen den Regeln der Natur. Sie machen sich Gedanken über unsere Umwelt. Hier kommt sogar die Müllabfuhr, um den Müll abzuholen, das ist bei uns nicht so.“

Mit den Neuntklässlern verstehen sich die beiden gut. Sie sprechen eine Mischung aus Englisch und ein paar Brocken Deutsch; jeweils mit Akzent, aber verständlich. So machen sie die Schüler darauf aufmerksam, dass es ein großer Wert sei, in einer funktionierenden Zivilisation zu leben.

„Schon das deutsche Schulsystem ist sehr praktisch ausgerichtet. Jeder muss zur Schule gehen, hat dadurch ein Recht auf Bildung und kann weitgehend selbstbestimmt seinen eigenen Weg festlegen.“ Einen Vorteil in der nepalesischen Ordnung sieht Daya Ram Thapa: die obligatorische Schuluniform. „Kinder und Lehrer tragen die Uniform bei uns, damit niemand wegen seines Reichtums oder seiner Armut ausgegrenzt wird.“

Den kompletten Artikel, erschienen im Westfälischen Anzeiger am 27. Juni 2013, lesen Sie auf WA.de. Ergänzt wird er von einer Bildergalerie.

© 2020 Gustav Beyer