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Minax Der Traum vom Schreiben

By 13. März 2014No Comments

Im Interview mit Benjamin SteinWelchen Traumberuf hatten Schriftsteller als sie Kinder waren? Und ist das Autorendasein eigentlich ein Traumberuf? Holm und ich haben auf der Leipziger Buchmesse mit einigen Autoren über Leiden und Leidenschaft im Schreiben gesprochen. Die Aussagen waren deutlich: Es ist nicht immer einfach Autor zu sein. Und doch waren sich alle einig: eintauschen wollen sie ihren Traumberuf nicht!

 

Benjamin Stein, 44, Autor von „Das Alphabet des Rabbi Löw“, erschienen im Verbrecher Verlag, März 2014

„Als Kind wollte ich Schriftsteller werden. Allerdings hatte ich mir das damals anders vorgestellt. Ich dachte an ein großbürgerliches Leben mit Nobelpreis und Villa im Grünen. Ich wollte berühmt werden. Das Streben nach Erfolg ist etwas, das als Kindheitstraum taugt, damit man sich auf den Hosenboden setzt. Als Lebensmantra ist es aber nicht geeignet. Wir kommen alle mit einer Aufgabe auf die Welt, der wir nicht ausweichen können.

Selbst wenn wir uns vornehmen, ein Leben lang im Bett zu liegen, kommen wir nicht drum herum. Schriftsteller zu werden ist keine solche Aufgabe. Du solltest ein ausgefülltes Leben haben, einen Beruf, der nichts mit Literatur zu tun hat, einen Sack voll Kinder. Wenn dir eine tolle Geschichte einfällt – warum nicht. Ob sich ein Publikum dafür findet, wird sich zeigen. Ich denke allerdings beim Schreiben nicht ans Publikum. Erfolg wird überschätzt, sage ich heute, denn als Lebensinhalt wäre Erfolg ziemlich fad.“

Kirsten Boie, 64, Autorin von „Es gibt Geschichten, die kann man nicht erzählen“, erschienen im Oetinger Verlag, Oktober 2013

„Ich habe mir als Kind gewünscht, später Bücher zu schreiben, weil mir ständig was eingefallen ist. Man muss sich immer auf den Weg zu einem Ziel machen. Manchmal gelangt man ja auch auf Umwegen ans Ziel. Ich glaube aber nicht, dass Schriftsteller heute noch ein Traumberuf ist. Viele Jugendliche durchschauen, dass der Beruf sehr viel Anstrengung verlangt und nicht alle reich macht. Trotzdem wird das Buch nicht sterben.

Es ist das einzige Medium, das mir den Blick in andere Köpfe ermöglicht. Ich denke die Gedanken der Figuren und sehe die Welt aus ihren Augen. Das erweitert meinen Horizont… Für mich persönlich ist Autorin deshalb tatsächlich mein Traumberuf.“

Weitere Protokolle finden Sie in dem Beitrag auf jugendcreativ.de.

Der Beitrag ist entstanden in Zusammenarbeit mit Minax Intermedia und den Volksbanken Raiffeisenbanken.

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