— GUSTAV BEYER

ZEIT.de
Mein Semester zwischen Kant und Kneipe

studienführerDie ersten Nächte sind hart. Kein Bett, kein Tisch, keine Stühle. Nur ein Klo, aber das hat noch keinen Deckel. Ich kämpfe mit Media Markt um meine Waschmaschine, mit der Philosophie um Erkenntnis und mit Kabel Deutschland um die Anbindung an die Außenwelt. Ein Rückblick auf das erste Semester — mit Happy End. Erschienen im ZEIT Studienführer 2014/15.

Die Sonne blendet, aber ich find’s gut. Langsam hebe ich die Kaffeetasse hoch, dann – schlüüürf – genieße ich den Moment und fülle sie ein zweites Mal. Ich bin jetzt Student, Philosophie und Ethik auf Grundschullehramt an der Uni Leipzig. Kant liegt auf dem Küchentisch. Der Südbalkon ist der Gipfel der Dekadenz, alles andere hier gehört in die Schublade „normales Studentenleben“. Ich bin glücklich, im Studium angekommen zu sein. Mit neuen Freunden – und vielen Erkenntnissen.

Doch der Reihe nach: Es ist Anfang Oktober. Noch haben die Bäume Blätter. Zum ersten Mal betrete ich meine neue Wohnung. Ich habe eine eigene, weil mir diese WG-Castings einfach zu blöd waren. Oder nein, eigentlich, weil ich bei den WG-Castings durchgefallen bin. Erste WG: „Trinkst du Bier?“ – „Ja, sicher!“ – „Dann wird das hier nichts. Wir leben abstinent.“ Na toll.

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