— GUSTAV BEYER

Blog
salut bucurești — hallo bukarest

Blumen in Craiova

Blumen in Craiova. Blühen fantastisch. Die Magnolien (nicht im Bild) sind derweil schon wieder fertig mit Blühen.

Was für eine wechselhafte Woche: Ein paar Tage den Sound der Millionenstadt Bukarest genossen, dann über die Ostertage die gemütliche Stille der großen Kleinstadt Craiova. Am Montag Sommer gehabt, heute Winter. Wenn ich jetzt die Tür zum Balkon öffne, werde ich nass.

Dabei liegt doch Bukarest auf der Höhe von Bologna und Bordeaux – spricht das nicht für ewigwährenden Sommer? Hab ich mich wohl verhört. Hier jedenfalls liegt Craiova, im Herzen der Region Oltenia, der sprichwörtlichen (kleinen) Walachei:

Etwa 230 km von Bukarest und 1.500 km von Leipzig entfernt.

Hier in Craiova habe ich orthodox Ostern gefeiert. Das begann schon beim Frühstück. Hristos a înviat, sagt eine Person. Die andere bestätigt: Adevarat ca a înviat! Also: Christus ist auferstanden – und: Ja, ist er tatsächlich!

Dann stoßen beide mit ihrem Ei an und schauen, welches zerbricht. Wie beim normalen Anstoßen, stößt man mit jeder Person am Tisch an und so habe ich dann zur frequentierte Stoßzeiten schon mal vier, fünf Eier verzehrt. Immerhin: Gut fürs Bizepswachstum!

Neben einer Eierkur wurde ich von meinen Gastgeber*innen mit Lamm, Huhn, Schafskäse, Hack in Kohl, selbstgebranntem Brandy und köstlichem Wein verwöhnt. Bis zum Platzen.

Zurück in Bukarest, traue ich mich erst seit Kurzem wieder in den Fahrstuhl zu meiner Wohnung. In der Nähe von Craiova ist: nicht viel los – aus touristischer Sicht. Aber der bedeutendste rumänische Wirtschaftszweig, die Landwirtschaft, ist hier sehr stark vertreten. Es gibt Weinberge, ganz viele Tiere und ein Feld neben dem nächsten.

Marktplatz in Craiova

Sehen in Rumänien richtig toll aus: Parks. Hier in Kombi mit dem Blick über einen Teil von Craiova. Das gelbe Gebäude hinter dem Kirchturm ist Schule und Oper zugleich. Wie ihr seht, war hier das Wetter nach Ostern genauso grässlich wie bei euch in Deutschland.

Von der Landwirtschaft ist in Bukarest, außer vielleicht nebenan auf dem Markt in Obor, nicht viel zu spüren. Meine Kartoffelchips wachsen in der Tüte und, das ist kein Scherz, sie wachsen nach. Jeder Chipstüte liegt ein Gutschein für eine weitere Tüte bei – ich weiß ja nicht, was diese Aktion bewirken soll. Schließlich habe ich jetzt schon locker 10 Tüten Chips zum Preis von einer verzehrt. Und die Aktion geht noch bis Ende April.

Dabei ist diese Chips-Firma nicht die einzige, die hier für meine Verpflegung sorgt. Neulich haben zwei Vertreter*innen einer Cola-Firma bei mir geklingelt und mir ne 2-l-Cola-Flasche in die Hand gedrückt. Ein anderes Mal dasselbe Vorgehen mit Orangensaft. Vielleicht sollte ich hier als Dankeschön mal einen Werbebanner einbetten?

Ich verstehe jetzt immer mehr Rumänisch. Mein Vokabular geht längst über Porumbel und noapte bună hinaus! Ein paar Freund*innen hier machen sich schon Sorgen, dass ich jetzt immer mitkriege, was sie so erzählen. Und einen Moment lang hatte ich letztens das Gefühl, schon ein echter kleiner Rumäne zu sein: Beim Shaorma-Bestellen habe ich mir extra die Worte so zurechtgelegt, dass eigentlich kein Zweifel mehr darin bestehen konnte, dass ich ein native speaker bin. Ich wurde sogar auf Rumänisch gefragt, ob ich ne Tüte haben will. Die Ernüchterung kam erst ganz zum Schluss. Wisst ihr, womit ich verabschiedet wurde? Mit thank you… naja, der Weg ist lang und steinig.

Eier

Nächste Woche bereiten wir – auch, wenn noch Osterferien sind – die Schüler*innen auf ihre anstehenden Deutschprüfungen vor. Hauptsächlich werden wir sprechen, sprechen und sprechen. Aber auch die Reihenfolge der Wörter in den Sätzen müssen thematisiert werden. Was ich bisher über die Prüfungen gehört hab, ist, dass sie ganz schön streng ablaufen werden.

Ich bin gespannt, was ihr so zu erzählen habt über Ostern und die letzten Tage! Und außerdem freu ich mich, wenn ganz viele zum »improLABOR in Leipzig kommen. Das startet nämlich am Montag wieder – diesmal mit einem fulminanten Programm der Extraklasse!

Wechselhafte Grüße nach Deutschland und in die weite Welt!

Mehr lesen

20170411_185507-min

Hinter all den Wolkenkratzern, Baustellen und Bürokomplexen von Bukarest verstecken sich Deiche, Seen und kleine Ozeane – so wie dieser hier im Osten der Stadt. Gleich neben einer Boulderhalle.

Woche Zwei ist vorbei. Es wird immer entspannter: Nicht nur, weil mich die Lehrer*innen am Coșbuc gut aufgenommen haben, sondern auch, weil jetzt Osterferien sind und man das natürlich auch schon in den Tagen vor den Osterferien spürt. Die Geschäfte sind voller Plastikeier in den Schaufenstern, und manche Schüler*innen haben uns schon am Mittwoch Frohe Ostern gewünscht. Schon am Mittwoch?!

So ganz ernst scheinen sie die letzten Tage vor den Ferien an der Schule nicht zu nehmen. Tatsächlich ist am Donnerstag nicht mal mehr die Hälfte da, am Freitag sind wir schüler*innenfrei. Das kenne ich aus meiner Schulzeit anders. Immerhin: beste Chancen für einen ungestörten Kaffee unter Lehrer*innen!

Inzwischen haben wir uns wunderbar aneinander gewöhnt. Ich habe hier die besten Kolleg*innen, die ich mir gerade wünschen kann! Anfängliche Distanz? Ha! Wir haben uns einfach dazu entschieden, bestens miteinander auszukommen. Meine Vorstellung beim Bukarester Goethe-Institut war auch sehr positiv – uns ist aufgefallen, dass ich die Ziele des Stipendiums, nämlich zum Beispiel eigenen Unterricht vor- und nachzubereiten, den Lehrer*innen zu assistieren und Projekte wie die Schulzeitung zu übernehmen, schon in der ersten Woche erreicht habe. Aber so schnell reise ich hier nicht ab! Auch Schulwärts-Stipendiatin Melisande ist gut in ihrem Zielland angekommen. Sie bloggt aus der polnischen Stadt Ruda Śląska!

 

20170411_092059-min

Eier! Überall Eier! Mit den Deutschlehrerinnen Nicoleta und Carmen wähle ich die schulinterne Top 3 der selbstgebastelten Eier aus. Die Fünftklässler*innen waren ganz schön kreativ!

Hier sind die meisten Menschen orthodox. Das heißt: am Karfreitag gibt es nichts zu essen, in den 40 Tagen vor Ostern keine Tierprodukte und kein Fleisch. Doch ein Gespräch mit Deutsch-Schüler*innen über vegane Trends und Flexitarismus in Deutschland klärt: Die meisten würden wahrscheinlich in der Fastenzeit verhungern, denn einen Teller ohne Fleisch können sie sich gar nicht vorstellen. Als ich daraufhin vorschlage, den letzten Schultag mit einem Shaorma-Frühstück (also mit einem fetten Döner) zu beginnen, erhalte ich breite Zustimmung. Hoffentlich ein Verständigungsproblem!

Zu meiner großen Freude haben die bislang eher schweigsamen Zwölfer in der letzten Stunde vereinzelt den Mund aufbekommen! Was vermutlich auch daran lag, dass mehr als die Hälfte der Truppe gar nicht da war. Wir haben uns über neue Worte und Wortschöpfungen im Deutschen unterhalten. Den „Enkeltrick“ kennen sie hier auch, fast jede*r hat Großeltern, die schon einmal (zumindest fast) betrogen wurden. Mit einem „Gruselclown“ und dem „Darknet“ sind sie noch nicht in Berührung gekommen. Die Beispiele entstammen der Zeitschrift „Deutsch perfekt“ aus dem Spotlight Verlag. Ein interessanter Versuch, Deutschlerner*innen in aller Welt mit deutschen Themen zu konfrontieren.

Wie ich finde, ein gescheiterter Versuch, wenn Zwölftklässler*innen – die teilweise nicht einmal nach dem Weg fragen können – sich mit dem Martin-Schulz-Effekt auseinander setzen müssen (na? Richtig: Ein SPD-Ortsverein musste Parteibücher nachdrucken, weil sich wegen Schulz zu viele neue Mitglieder auf einmal angemeldet haben). Oder mit den Öffnungszeiten der örtlichen Sparkassenfilialen. Naja.

Bald stehen für einige Schüler*innen die „Fit für deutsch“-Prüfungen an. Um sie darauf vorzubereiten, sprechen wir ohne Punkt und Komma mit ihnen. Es gibt Themen wie „Freizeit“, „Familie“, „Verkehr“ oder „Umwelt“ – und sie müssen Fragen formulieren und kreative Antworten finden. Dabei übernehmen sie gern die grammatikalischen Strukturen aus dem Rumänischen: „Blabla Hauptsatz blablabla, weil ich freue mich darüber.“ Sie machen dieselben Fehler wie wir Deutschsprachigen! Nur dürfen sie das in der Prüfung nicht so raushängen lassen.

 

20170408_143309-min

In der Altstadt kann man überall auf der Straße Blumen kaufen, so selbstgebasteltes Zeug und verstaubte, antiquierte Bücher. Wobei Hilters „Mein Kampf“ ja vielleicht schon wieder retro ist?

Außerhalb der Schule bin ich auch diese Woche wieder viel durch die Stadt gelatscht. Ich probiere mich gerade durch die rumänische Küche und finde eine Spezialität leckerer als die andere. Was ich nie gedacht hätte: Weil die Regierung und die EU völlig fahrlässig Geld an die Hauptstadt falschverteilen und Immobilien-Investoren alle Wege ebnen, wächst hier ein großes Einkaufszentrum nach dem nächsten aus dem Boden – mit Restaurants, die tatsächlich richtig gemütlich und gut sind! Also, dass ich in einem Kunstwerk namens Mega Mall zwischen H&M und Carrefour zu Abend essen gehen werde, hätte ich vor einer Woche nicht geglaubt. Aber es gibt natürlich auch tausend kleinere Betriebe hier, die noch herhalten müssen, wenn ich mal zu faul sein sollte, das Geschirr von gestern abzuwaschen.

Außerdem war ich diese Woche in einer Boulderhalle. Ich hätte am Freitag gar nicht mehr richtig unterrichten können, so einen Muskelkater hatte ich davon! Liegt aber auch daran, dass es hier nicht so durchdachte Boulder gibt wie in Leipzig, sondern einfach ganz viele unhandliche Griffe wahllos an die Wand geschraubt sind und die Boulderer*innen (zwei Menschen und ich in einer riesigen Halle) ihrer eigenen Kreativität ausgeliefert sind.

20170407_194751-min

Sehr schön: der Sonnenuntergang von meinem Balkon aus betrachtet. Wie in Leipzig verschwindet die Sonne hier nicht hinterm Horizont, sondern hinterm Hochhaus. Dafür ist mein Balkon um einiges größer als in Leipzig. Überzeugt euch selbst.

Am Wochenende geht’s endlich in den Urlaub, puh, nach sage und schreibe zwei (!!) Arbeitswochen an der Schule. Mir wurde Countryside versprochen, ein Osterlamm und viele schöne Abende unter Rumän*innen. Da freue ich mich schon sehr drauf und kann wieder einmal nicht in Wörter packen, wie dankbar ich für diese (aus meiner Sicht außergewöhnliche) Gastfreundlichkeit bin! Ich werde viele Fotos machen und mich bald wieder melden.

Jetzt wünsche ich denen, die Ostern feiern, ein tolles Osterfest und allen eine entspannte Zeit! 🙂 Vacanță plăcută – und frohe Grüße nach Deutschland und in die weite Welt!

Mehr lesen

salutbucuresti_gustavbeyer4

 

Das ist der erste Blogeintrag aus Rumänien. „Bună ziua!“ 😀 Schreiben kann ich’s schon, an der Aussprache werde ich die nächsten drei Monate noch hart zu arbeiten haben. Vorneweg: Der Text ist geeignet für das Deutsch-Niveau B1/2. Eignet sich also wunderbar als Leseanlass für meine Schüler*innen am Colegiul Coșbuc. Aufmerksam lesen bitte!

Meine erste Woche in dieser wunderschönen, sommerlichen Stadt ist rum. Das Goethe-Institut hat in dieser Runde etwa 20 Stipendiat*innen in alle Welt geschickt. Einige sind schon in Asien gelandet, andere in Polen. Ich wohne seit einer Woche in Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens. Seit Montag arbeite und assistiere ich am Colegiul Național Bilingv George Coșbuc. Die Schüler*innen lernen zweisprachig (englisch und rumänisch) für ihr Bacalaureat, das Abitur. In Rumänien gehen sie erst vier Jahre in die Elementarschule, dann weitere vier Jahre in die Sekundarschule. Sie können dann auf eine Berufsschule wechseln oder besuchen weitere vier Jahre das Gymnasium.

Im Coșbuc sind Sekundarschule und Gymnasium vereint. Deutsch wird hier als Fremdsprache unterrichtet. Carmen und Nicoleta sind hier Deutschlehrerinnen. Sie werde ich in den nächsten Monaten in ihrer Arbeit unterstützen.

salutbucuresti_gustavbeyer3
Im Deutsch-Kabinett.

Schon die ersten Schritte in Bukarest sind der Knaller. Am Flughafen werde ich bei strahlendem Sonnenschein empfangen. Mit einer neuen Kollegin gehe ich einige Schritte durch den Herăstrău-Park. Sie zeigt mir die ganzen heißen Spots in Bukarest, deren Namen ich nicht aussprechen kann. Es gibt so viel zu entdecken: Direkt neben meiner Wohnung ist der größte Markt Rumäniens mit lauter Hühnern, Eiern, Obstsorten und Gebäckstücken, die nur darauf warten, von mir gefrühstückt zu werden. Die Spielplätze in den Parks fallen etwas luxuriöser aus als in Deutschland: Da steht mal eben ein 60 m hohes Riesenrad neben einer Schaukel oder eine Achterbahn. Dreimal dürft ihr raten, wo ich abends nach der Schule so abhänge.

salutbucuresti_gustavbeyer6Im Park rund um den Lacul Herăstrău blühen gerade tausende Blumen und Bäume. Taschentuch heißt übrigens batistă auf Rumänisch.

Von Obor, das ist der Ort, an dem ich wohne, kann ich zu Fuß in die Altstadt oder in die Parks gehen. Es dauert nur etwas. Die Metro, Tram und Trolleybusse habe ich auch schon ausprobiert. Von meinem XXXL-Rundum-Balkon aus kann ich das Treiben auf der sechsspurigen Straße gut beobachten.

salutbucuresti_gustavbeyer2Auf der Straße unter meinem Balkon passiert eine ganze Menge. Ich bin stetiger Bestandteil einer 24/7-Hupkonzert-Performance und manchmal werden auch Autos von den Trams gerammt und zerpflückt. Dieser Unfall hier ist verhältnismäßig glimpflich ausgegangen. Keine Verletzten.

Am Montag um eins startet für mich die Schule. Mein Notizblock ist schon vollgeschrieben mit positiven Eindrücken vom Unterricht, dem Lernklima und den Schüler*innen hier. In die Schule gehen 1000 Schüler*innen. Weil das sehr viele sind und das Schulgebäude recht klein ist, lernen die einen vormittags, die anderen nachmittags.

„Bună ziua“, wollen sie, dass ich an diesem Morgen sage. Mit den Schüler*innen ergänze ich mich prima: Sie lernen deutsch, ich wage mich an meine ersten Rumänisch-Wörter heran. Meine Zunge klebt noch vorne an den Zähnen fest vom vielen rrrr-Üben. Über meine verzweifelten Zungenspitzen-R-Versuche können die Schüler*innen nur lachen. Generell sind die besser in Deutsch als ich in Rumänisch. Aber so ist das Leben.

Interessant ist der Unterschied zwischen den jüngeren und den älteren Klassen. Die Sechstklässler*innen verstehen mich alle, auch wenn ich fließend deutsch spreche. In der 10. und 11. Klasse verstehen mich manche, wenn sie wollen. Sie können auch gut deutsch sprechen, aber die Frage ist halt, ob das gerade angesagt ist. In einer 12. Klasse sitzen wir nur zu viert am Tisch, auch in Ordnung.

Salut Bucuresti - gb

(Foto: Carmen Dumitrescu)

Die Schüler*innen sind hier, wie sie es ausdrücken würden: „so und so.“ Stundenbeginn. Ich zähle stumm herunter: 5 – 4 – 3… Die Klasse verstummt völlig, alle Blicke sind nach vorn gerichtet. Ich: ebenso sprachlos. Leute, ihr habt doch noch drei Sekunden! Sogar die „chaotischeren“ Schüler*innen sind höflich und reagieren schnell. Vielleicht haben sie ja den Sinn dahinter verstanden, einander zuzuhören. Vielleicht genießen sie das Problem, deutsch reden und verstehen zu müssen – weil mindestens einer im Raum sonst völlig aufgeschmissen wäre (ich).

Fanpost von Fanny aus Leipzig: „Ich bin mir eigentlich fast sicher, dass es keinen Platz auf der Welt gäbe, an dem dir die Menschen nicht wohlwollend gegenüberstehen würden, ganz unabhängig von sprachlichen Differenzen. Wie oft sprechen Menschen vermeintlich die gleiche Sprache und letztendlich doch nicht?!“

Wenn Deutsch oder Rumänisch nicht ausreichen, dann wechseln wir eben in die Sprache „Lachen“ oder sprechen in unserer eigenen weiter und verstehen uns bestens darin. Das mit der Kommunikation klappt also hervorragend.

salutbucuresti_5
Mit Andra in einem Freilichtmuseum, in dem man sich Häuser anschauen kann, wie sie früher in Rumänien gebaut wurden und auch heute noch in ländlichen Gebieten zu finden sind. Sehr gemütlich, pragmatisch und vermutlich wider alle EU-Vorschriften.

„Shaorma“ gehört zum Standardvokabular der Schüler*innen. Wenn es ganz schlimm wird mit meiner R-Schwäche, verstehen sie auch „Kebab“, das ist zum Glück dasselbe. Andra hilft mir sehr aktiv dabei, rumänisch zu lernen. Letztens sind wir durch den Herastrau-Park gelaufen. „Porumbel“, sage ich plötzlich, zeige auf eine Taube. Andere Passant*innen müssen mich für verrückt halten. Und „apă“ und „ceapă“, das klingt ähnlich, heißt aber Wasser und Zwiebel. Ich vergesse schnell und viel, aber global betrachtet mache ich Fortschritte.

So viel bis hierhin. Ich freue mich, dass sich Credo 2 des Goethe-Instituts voll erfüllt hat: Am Ende… wird immer alles gut. Ich versuche, jetzt jede Woche etwas zu schreiben und bin selbst sehr gespannt, ob das klappt. Eine Woche Schule noch, dann sind erstmal Osterferien. Falls ihr etwas wissen wollt, schreibt mir – wir können gerne skypen! Frohe, erleichterte Grüße nach Deutschland und in die Welt!

Mehr lesen