— GUSTAV BEYER

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Tag "Interview"

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Haben alle die gleichen Chancen? Fragt mitmischen.de, das Jugendportal zum Bundestag und meint damit, ob Geschlechterzuschreibungen tatsächlich eine Rolle bei der Berufswahl spielen (sollen). mitmischen.de-Autorin Alina hat mich interviewt, weil ich doch Grundschullehrer werde und deshalb als „Exot“ gelte.

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Christie

Das hier ist ein Radio-Feature über nichts großartig Neues aber immerhin über Kenneth Brannaghs neuen „Mord im Orient-Express“. Und über die bedeutendsten Kunstgriffe Agatha Christies, die unverändert brisant sind und zugleich eine ganz neue Brisanz aufwerfen als zu Lebzeiten der legendären Krimi-Autorin.

Mit Dank an Markus Metz und Georg Seeßlen von Scala / WDR 5 für das Interview, dessen Aussagen einen Teil des Features über Agatha Christie bilden, das am 7. November in der WDR5-Kultursendung Scala erstausgestrahlt wurde.

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In dieser Woche habe ich mit einem Schüler begonnen, das neue Schulmagazin ins Internet zu verfrachten. Im Prüfungs- und Lernstress braucht das natürlich seine Zeit. Hier findet ihr schon mal ein Interview, das ein paar Schülerinnen mit mir geführt haben:

Salut Bucuresti - gb

Gustav Beyer wollte mit uns seine Erfahrungen teilen, die er gerade an unserer Schule und am Goethe-Institut Bukarest macht. Deshalb hat er unsere Fragen beantwortet.

Wo und was hast du studiert?

Gustav: Ich habe in Leipzig studiert und zwar Philosophie. Bald kann ich in der Grundschule als Lehrer arbeiten. Dort bringe ich Kindern im Alter von ca. 6 bis 11 Jahren Deutsch, Mathematik oder auch Philosophie/Ethik bei. Parallel arbeite ich als Journalist.

Welche sind deine Hobbys?

Ich gehe bouldern und tanze sehr gerne: Contact Improvisation. Da bist du mit anderen Menschen permanent in Kontakt. Wir fallen über- und durcheinander, manchmal mit und manchmal ohne Musik.

Was hat dich motiviert, nach Rumänien zu kommen?

An der Uni lernen wir, dass die Schulsysteme von Land zu Land und Region zu Region ganz anders sind. In Skandinavien soll alles perfekt sein, in manchen asiatischen Ländern das System nicht gut entwickelt. Ich möchte wissen, was dahintersteckt und woran sich Entwicklungsstufen festmachen lassen. Deshalb bin ich mit einem Programm des Goethe-Instituts dabei, das sich an Lehramtsstudierende und Lehrer richtet. Ich möchte schauen, was eure „Probleme“ sind im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht. Ich kann ja schließlich schon deutsch sprechen und deswegen ist es sehr interessant, worüber ihr gelegentlich stolpert und wie ihr diese Probleme löst.

Hier gelangt ihr zur vorläufigen Beta-Version unseres Magazins auf cosbucdeutsch.wordpress.com. Da findet ihr auch ganz viele andere Artikel und Geschichten, die unsere Deutsch-Schüler*innen in den letzten Wochen erstellt haben.

Was sind Unterschiede zwischen dem rumänischen und dem deutschen Bildungssystem?

In Deutschland gehen die Kinder vier oder sechs Jahre lang in die Grundschule und dann splittet sich das: In einigen Bundesländern gibt es die Hauptschule, die Realschulen und Gymnasien. Manchmal auch Oberschulen und Gymnasien – das ist wirklich nicht gerade einheitlich bei uns. Mich hat überrascht, dass ihr keine klassischen „Ausbildungen“ habt wie wir.

Wie feiert man in Deutschland Weihnachten und Ostern?

Es ist sehr ähnlich wie bei euch, da in Deutschland auch viele Christen leben. Ich habe aber noch niemanden gesehen, der mit seinen Eiern angestoßen hat. Wir sagen nicht „Hristos a inviat“. Aber wir haben den Osterhasen (oder die Eltern, pssst…), der Eier für die Kinder versteckt.

Am 24. Dezember feiern bei uns viele Heiligabend. Da kommt das Christkind oder der Weihnachtsmann und es gibt Geschenke! Darauf folgen die Weihnachtsfeiertage. Familien treffen sich und verbringen Zeit miteinander. Im Gegensatz zu Rumänien gibt es bei uns in der Adventszeit davor den Adventskalender. Jeden Tag bis zum 24. Dezember wird ein Türchen geöffnet, dahinter befinden sich meistens Bilder oder Schokolade. Dass sie das bei euch noch nicht eingeführt haben – bei uns bringt das kommerziell echt viel ein!

Was liebst du am meisten an Rumänien?

Ich bin hier jetzt schon seit zwei Monaten. Besonders super finde ich, dass die meisten Menschen hier sehr offen sind. Ich wurde bestens empfangen, weil die Menschen mir sehr herzlich und neugierig und hilfsbereit begegnet sind. Außerdem liebe ich die Natur hier und war schon viel unterwegs. Aber da geht natürlich noch was!

Was ist dein Eindruck von der Cosbuc-Schule?

Witzig: Weil viele Schüler zur Schule gehen und das Gebäude verhältnismäßig klein ist, findet der Unterricht in Vor- und Nachmittagsschichten statt. Das kannte ich so aus Deutschland nicht. Im Lehrerzimmer spreche ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen vier Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch… und ich probiere natürlich auch Rumänisch.

Welchen Rat würdest du dir selbst geben, wenn du noch einmal so alt wärst wie wir jetzt?

Im Rückblick hat es mir oft geholfen, mich positiv und risikobereit an neue Situationen zu wagen. Auch, wenn ich nicht wusste, wie es am Ende wird.

Interview: Ioana Iulya

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„Na, kriegste mal wieder den Mund nicht auf im Seminar?“ Das klingt ganz schön vorwurfsvoll – und manchmal fragt man sich tatsächlich (hinterher), warum man nicht einfach etwas beigetragen hat. Doch da sind diese zwei, drei Jungs, die schon ein paar Semester länger studieren und Worte auspacken, die du noch nie gehört hast. Die dir eh wieder ins Wort fallen und dich an die Wand argumentieren würden. Dann lieber nichts sagen?

Lisa Mangold, Feministin, hat solche Gedanken auch schon gehabt. Sie hat geforscht, was dahintersteckt – und sieht Geschlechterrollen als eine Ursache für Machtunterschiede in Seminaren. Die führen dazu, dass sich Leute zurückziehen, ausgegrenzt und unwissend vorkommen, und im schlimmsten Fall den großen Rednern im Seminar den Weg räumen.

In einem Beitrag für Dein-Masterplan.de, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, habe ich mit ihr darüber gesprochen, wie solche Unterschiede überhaupt entstehen. Und was ich tun kann, wenn ich die Ursache des Problems bin – auch wenn ich vielleicht nicht mit voller Absicht diskriminiere. Spannend, spannend.

Hier gehts zum Beitrag auf Dein-Masterplan.de.

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Schauspielerin Jessica Ginkel ist zurzeit in der Serie „Der Lehrer“ zu sehen. Im Interview für #Echtzeit, den Ins-Netz-Gehen-Blog der BZgA, hat sie mir erzählt, wie sie sich auf und neben der Bühne selbst inszenieren muss.

Schauspieler*innen haben die Aufgabe, jemand anderen als sich selbst darzustellen. Wie findest du dich in Rollen hinein?

Ich lese mir das Buch mehrfach aufmerksam durch. Die Autoren haben sich ja schon viel dabei gedacht, wenn sie die Figuren erfinden. Ich stelle Fragen an meine neue Rolle, wie zum Beispiel: „Woher kommt sie, wohin möchte sie?“, und versuche, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen mir und der Figur herauszufinden – und ihr so immer mehr auf den Grund zu kommen. Nehmen wir zum Beispiel die Figur Frau Noske, die ich gerade in „Der Lehrer“ spiele. Wir sind beide planende Menschen, wir gehen strukturiert ans Leben ran. Außerdem ist sie das, was ich eigentlich mal werden wollte: Lehrerin. Bei der Arbeit an ihrem Rollenprofil hatten natürlich auch der Regisseur und die Produzenten ein Wort mitzureden. Zusätzlich hole ich mir bei einigen Rollen Hilfe von meinem fantastischen Schauspielcoach.

Der*die Regisseur*in hat oft das letzte Wort. Wie sieht die perfekte Zusammenarbeit aus?

Ein guter Regisseur kann dich gut einschätzen und weiß, welche Knöpfe er drücken muss. Beim „Lehrer“ haben wir uns vorher getroffen und besprochen, wie Frau Noske tickt. Für mich war es wichtig, zu erfahren, wie mein Gegenüber die Figur sieht, ob sich das mit meinen Vorstellungen deckt und wie wir die Rolle vielschichtiger gestalten können.

Das Interview in voller Länge lesen auf echtzeit.ins-netz-gehen.de oder hier:

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