— GUSTAV BEYER

Die Improvisation steckt voller Überraschungen: Welchen Status nehme ich ein? Gibt es einen neutralen Schonraum? A pro pos Raum: Wie gestalte ich entspannt einen leeren Raum? Wie erobere ich diesen Raum? Warum soll ich immer Ja sagen und nie Nein? Wie werde ich langweilig?

In zwei neuen Workshops vermitteln Lisa Jäger und ich einen Funken Struktur, indem wir Eingeübtes mit viel Zündstoff in die Luft sprengen und mit der Unsicherheit unseres Daseins (auf der Bühne und im Alltag) eine Friedenspfeife rauchen. Die Workshops finden in Leipzig statt und sind grundsätzlich für alle Menschen geeignet – auch ohne Vorerfahrungen.

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stevepb / pixabay (CC0)

„Na, kriegste mal wieder den Mund nicht auf im Seminar?“ Das klingt ganz schön vorwurfsvoll – und manchmal fragt man sich tatsächlich (hinterher), warum man nicht einfach etwas beigetragen hat. Doch da sind diese zwei, drei Jungs, die schon ein paar Semester länger studieren und Worte auspacken, die du noch nie gehört hast. Die dir eh wieder ins Wort fallen und dich an die Wand argumentieren würden. Dann lieber nichts sagen?

Lisa Mangold, Feministin, hat solche Gedanken auch schon gehabt. Sie hat geforscht, was dahintersteckt – und sieht Geschlechterrollen als eine Ursache für Machtunterschiede in Seminaren. Die führen dazu, dass sich Leute zurückziehen, ausgegrenzt und unwissend vorkommen, und im schlimmsten Fall den großen Rednern im Seminar den Weg räumen.

In einem Beitrag für Dein-Masterplan.de, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, habe ich mit ihr darüber gesprochen, wie solche Unterschiede überhaupt entstehen. Und was ich tun kann, wenn ich die Ursache des Problems bin – auch wenn ich vielleicht nicht mit voller Absicht diskriminiere. Spannend, spannend.

Hier gehts zum Beitrag auf Dein-Masterplan.de.

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mitmischen.deWer „verdient“ eigentlich das 100-fache seiner Kolleg*innen? Tja… Stille.

Mit unterschiedlich hohem Stress, ausgeprägtem Hintergrund und unausgeglichener Verantwortung lassen sich Gehaltsunterschiede in privatwirtschaftlichen Unternehmen mühelos rechtfertigen – gar kein Problem. Doch die Unverhältnismäßigkeit zwischen den Verdiensten eines*r Manager*in eines Konzerns und dessen Arbeiter*innen, wie sie heute Alltag ist, zweifelt die Linksfraktion im Deutschen Bundestag an – und will Manager*innengehälter deckeln: Sie sollen künftig maximal das 20-fache der anderen im Unternehmen verdienen.

Auf dem langen Weg in eine sozialgerechte Arbeitswelt halte ich es für nötig, diesen Schritt zu gehen. Diesen Standpunkt habe ich in einem Beitrag für mitmischen.de, das Jugendmagazin des Deutschen Bundestages, verteidigt. Mein Kontrahent sieht die Arbeiter*innen in einem Unternehmen auch geschädigt, wenn „die da oben“ zu viel kriegen, will aber auch keine Obergrenze, sondern die freie Marktwirtschaft entscheiden lassen… so ganz bin ich durch seine Argumentationsstruktur nicht durchgestiegen.

Lest selbst auf mitmischen.de und diskutiert gerne mit!

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Foto: ajak.blogsport.eu

Herzliche Einladung zum Gesprächskreis Ethik, Philosophie und Schule am Institut für Philosophie der Universität Leipzig

Freitag, 25.11.2016 / 15-17 Uhr
Geisteswissenschaftliches Zentrum (Beethovenstr. 15, Leipzig), Haus 2, Raum 116

Gerechtigkeit und Solidarität in der Schule
Kann Solidarität vermittelt werden?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Kater und Gustav Beyer (beide Universität Leipzig)

Mit dem Begriff der Solidarität können alle etwas anfangen – doch meinen alle auch dasselbe? Wie groß ist der Graben zwischen „sich wirklich solidarisch zeigen“ – und bloßer Hilfsbereitschaft? Mitleid? Der Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens? Im Schulkosmos treffen viele Menschen unterschiedlicher Voraussetzungen, Ansprüche und Interessen aufeinander. Lehrer*innen sind, so könnte man meinen, Wächter der Gerechtigkeit: Sie schaffen Bildungsvoraussetzungen und fordern Fleiß und Partizipation, stellen mit Sanktionen Gleichgewicht zwischen Konfliktparteien her und sind im Alltag konfrontiert mit Privilegierten, Benachteiligten und Chancenlosen.
Ist es wichtig, eine gerechte, und im nächsten Schritt eine solidarische Gemeinschaft zu bilden? Wie kann das funktionieren? Muss eine Schul-/Klassengemeinschaft überhaupt „solidarisch“ sein? Was bedeutet das für die Beteiligten?
Prof. Dr. Thomas Kater und Gustav Beyer beleuchten in diesem Gesprächskreis zwei Ebenen: zum einen die Bedingungen für Solidarität und zum anderen Chancen der Vermittlung ausgehend von solidarischen oder auch antisolidarischen Zusammenhängen. Wie Lehrer*innen dem Themenkomplex begegnen können, soll in einer offenen Gesprächsrunde umfassend diskutiert werden.

Wir bitten um vorherige Anmeldung per E-Mail an geps@uni-leipzig.de.

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kenn-dein-limit-blog-logo11ERSCHIENEN AM 28.11.2013 auf blog.kenn-dein-limit.info

Auf die Liebe, auf das Leben, auf die Freundschaft: Ein Psychologie-Student hat mich bei Konstantins WG-Party aufgeklärt, auf was manche so „anstoßen“ und was sie damit eigentlich sagen wollen.

Die Erleuchtung kam gegen Mitternacht. Das Bier hatten wir beiseite gestellt. Mona stand allein in der Mitte des Raumes, um die Sektflasche zu öffnen. Wir standen an der Wand und schützten uns konzentriert, weil es immer Verletzte gibt, wenn Mona eine Sektflasche öffnet. Mit einem lauten Peng schoss der Deckel dann in Konstantins Gesicht, vier Minuten nach Mitternacht hatte jeder ein Glas Sekt in der Hand. Den Countdown konnten wir uns jetzt schenken, Konstantin war seit vier Minuten 22 Jahre alt. Alle grinsten breit, manche applaudierten, viele wollten Konstantin küssen. Wir stießen auf Konstantin an, auf seine Gesundheit, sein Leben, all das, was eine*m im angetrunkenen Zustand so einfällt. Bis Marius dann kurz um Aufmerksamkeit bat.

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Bundesweiter VorlesetagAus einer Pressemitteilung der Franz-Mehring-Schule Leipzig:

Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Der Bundesweite Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. Die Vorleser*innen an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft, ehrenamtlich und unentgeltlich, wie schön und wichtig vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Das Konzept ist einfach: Jede*r, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen.

Das Programm am Freitag, 18. November 2016, an der Franz-Mehring-Schule Leipzig:

8.55-9.40 Uhr: Gustav Beyer und Beatrice Bergel lesen szenisch aus „Pu der Bär“
10.00-11.40 Uhr: Sarah Maier liest aus „Abenteuer von Jan Ben Max“
11.00-11.50 Uhr: Reiner Hoffmann liest aus „Doktors Proktors Pupspulver“
12.00-12.45 Uhr: Gabi Schulze und Anja Lehmann (DZB) lesen aus „Ich, Kater Schewi und der jüngste Opa der Welt“

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Charles DarwinSchon im 18. und 19. Jahrhundert verzweifelten Student*innen an den Tücken des Studiums: Die einen waren zu genial, die anderen gelangweilt.

Für Dein-Masterplan.de, ein präventives Angebot des Bundesministeriums für Gesundheit, das wir von Minax gemeinsam mit Delphi bespielen (siehe Beiträge unten), porträtiere ich gerade populäre Studienabbrecher*innen, aus denen zum Glück doch noch etwas geworden ist.

Diesmal: Charles Darwin.

Damals, als er noch Medizin in Edinburgh studierte, musste er mit ansehen, wie die Menschen unter den Messern seiner Professor*innen vor Schmerzen schrien. Das war zu stressig für ihn – Er brach das Medizinstudium ab. Und was für ein Glück, dass ihn auch sein Theologiestudium in Cambridge nicht glücklich machte. Zwar schreibt er später in seiner Autobiografie: „Das waren die schönsten drei Jahre in meinem glücklichen Leben: Ich erfreute mich exzellenter Gesundheit und fast durchgehend in einem Zustand des Übermutes.“ – doch sein Studium schien mit dem Übermut wenig zu tun zu haben.

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Original Unverpackt

Milena Glimbovski ist 26 Jahre alt und lebt nach dem Motto „Wenn es keine Alternative gibt, musst du dir eben eine schaffen“. Was dahinter steckt, wollte ich unbedingt erfahren. Wir haben uns deshalb für das neue Online-Projekt we-like.com, das ein Verein zusammen mit Greenpeace auf die Beine gestellt hat, über ihren Unverpackt-Laden, die Moral dahinter und Perspektiven unterhalten.

Das Interview sowie weitere Beiträge zum Umweltschutz sind unter dem Hash #meerrettich auf diversen Portalen erschienen.

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meerrettich

Wie – es gibt noch Schulen ohne Zero-Waste-Lifestyle? Ohne Altpapierdrucker und Mehrwegbecher? Okay, was ich selbst an Schulen gesehen habe, war vorbildlich, und trotzdem: Es gibt immer was zu tun. Für Schüler*innen habe ich in Zusammenarbeit mit Greenpeace und dem Social-Media-Projekt we-like.com ein Tutorial erstellt mit Hinweisen, wie selbst die jüngeren Zielgruppen konstruktiv Hand anlegen und sich stark machen können. Inspiriert besonders von der saucoolen, umweltbewussten Arbeit an der Leipziger Lessingschule!

Das Tutorial sowie weitere Beiträge zum Umweltschutz sind unter dem Hash #meerrettich auf diversen Portalen erschienen.

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Foto: Unsplash / pixabay (CC0)

 

Vom Fressflash übers Kampflernen zur totalen Resignation: Wie ticken Studierende, wenn der Countdown zur nächsten Prüfung läuft?

Fünf, die es wissen müssen, über die „Stunden davor“.

Der Beitrag ist erschienen auf Dein-Masterplan.de, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit in Zusammenarbeit mit Minax Intermedia und der Delphi-Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung.

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