— GUSTAV BEYER

hinterlassen von Adelaide Milton de Groot; WikiMedia

Schon im 18. und 19. Jahrhundert verzweifelten Studierende an den Tücken des Studiums: Die einen waren zu genial, die anderen gelangweilt. Für Dein-Masterplan.de – eine Präventionskampagne des Bundesministeriums für Gesundheit in Zusammenarbeit mit Minax Intermedia und der Delphi, Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung – portraitiere ich in loser Reihe Studienabbrecher, aus denen zum Glück doch noch etwas geworden ist. Diesmal: Vincent van Gogh.

Das Studium ist für ihn ein Wettlauf und ein Kampf um sein Leben, sagt Vincent van Gogh. Akademischer Wissenserwerb, die graue Theorie hinter der farbenprächtigen Realität, das ist nichts für den jungen van Gogh, der im niederländischen Brabant in einer Familie voller Theologen groß wird.

Die Schule schmeißt er – ohne Abschluss. Die Konventionen und Ansprüche seiner Lehrer überfordern ihn. Auch die Ausbildung zum Kunsthändler in Den Haag und seine Arbeit als solcher, später in London, halten ihn nicht lange. Eher zufällig stellt er eines Ostersonntags, er ist gerade zurück in England, fest: Die Worte der evangelischen Kirche packen und ergreifen ihn. Seinem Bruder berichtet er, es sei ihm ein Verlangen, ein Christen-Arbeiter zu werden, das Evangelium zu verkünden. Aber – woher das Wissen dafür nehmen?

Seine Eltern machen ihm schnell klar: Um Prediger zu werden, muss er studieren. Oh nein! Nicht schon wieder fremdgesteuert lernen, sich den Ansprüchen von Höhergestellten unterwerfen! Das Studium: ein Kampf. Was Griechisch, Hebräisch, Algebra und Geschichte mit dem Evangelium, ja, mit Nächstenliebe zu tun hätten, schimpft van Gogh in einem Brief an seinen Bruder. Ihm schreibt er dann auch: „Du weißt, wie gut es gemeint war und doch wie jämmerlich war das Ergebnis. Noch schaudert’s mich, wenn ich daran denke. Es war die schlimmste Zeit in meinem Leben.“

Er probiert es auf eigene Faust. Doch die Leute vertrauen sich ihm und seinen Predigten nicht an. Ihm fehlen die Grundlagen. Als das evangelische Konsistorium findet, er schade dem Ansehen der Kirche, ist Schluss mit Lustig.

Van Gogh fühlt sich verlassen – und wird ein begnadeter Maler. „Ich bin eine Art Gläubiger in meinem Unglauben“, soll er später gesagt haben. Mit 37 Jahren stirbt er an den Folgen einer selbstzugeführten Schussverletzung.

Hier geht’s zum Artikel in voller Länge und weiteren Angeboten auf Dein-Masterplan.de.

Titelfoto: hinterlassen von Adelaide Milton de Groot; WikiMedia

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Salut Bucuresti - gbAm Colegiul Național Bilingv George Coșbuc, ganz in der Nähe des Herzens von Bukarest, assistiere ich diesen Sommer im Deutschunterricht. Das ist ganz schön aufregend, und deshalb habe ich mich entschieden, eine winzige Essenz meiner Erlebnisse mit euch zu teilen. Klickt auf das Bild, dann kommt ihr zum Blog.

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reif is da

Sagt man heute noch krass? Das reif Magazin ist jetzt GRATIS!!! erschienen, aber nicht mehr so, wie ihr euch ein Magazin vorstellt, sondern als … Achtung … Poster! Fast wie Medizini von früher, nur neuer und reifer.

Hier könnt ihr es euch kostenlos bestellen und hier bekommt ihr ein iPhone geschenkt, kein Witz. Und auf reif-magazin.de wird es bald noch bunter, aber es nutzt nichts, jetzt schon auf diesen Link zu klicken, denn es wird ja erst BALD bunter.

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PixabayDas Prüfungsformat blöd zu finden, hilft bei der Vorbereitung auch nicht weiter. Trotzdem gibt es sie natürlich: die typischen Stressfaktoren bei Uni-Prüfungen. Egal ob mündlich, schriftlich, kreuz oder quer: Wir finden für die drei Spitzenprobleme pro Format jeweils eine Lösung.

Auf Dein-Masterplan.de, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, veröffentliche ich speziell für Leute, die zum ersten Mal mit Prüfungen konfrontiert und überfordert sind, in loser Reihe sogenannte „How to“s, also quasi „Wie“s – wie mensch sich im Idealfall und notfalls auch im Notfall ins nächste Semester retten kann.

Diesmal: Wie versemmele ich mein Lerntagebuch nicht?

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KlausurDas Prüfungsformat blöd zu finden, hilft bei der Vorbereitung auch nicht weiter. Trotzdem gibt es sie natürlich: die typischen Stressfaktoren bei Uni-Prüfungen. Egal ob mündlich, schriftlich, kreuz oder quer: Wir finden für die drei Spitzenprobleme pro Format jeweils eine Lösung.

Auf Dein-Masterplan.de, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, veröffentliche ich speziell für Leute, die zum ersten Mal mit Prüfungen konfrontiert und überfordert sind, in loser Reihe sogenannte „How to“s, also quasi „Wie“s – wie mensch sich im Idealfall und notfalls auch im Notfall ins nächste Semester retten kann.

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Du bist ein Gewinn

Drei betagte Frauen in Altenburg wollen’s noch einmal wissen: Sie verbringen ihren Ruhestand in einer Wohngemeinschaft. Das Haus teilen sie sich außerdem mit 70 Kindern aus der Kindertagesstätte „Zwergenland“. Darum geht es manchmal lauter zu – und oft auch zuckersüß. Das wollte ich mir unbedingt anschauen.

Für „Du bist ein Gewinn“ – eine Initiative der Deutschen Fernsehlotterie, die das Haus der Generationen finanziell und von Herzen unterstützt – habe ich die Bewohnerinnen und das Personal kennenlernen dürfen: wunderbare, herzensgute Menschen, die das Positive in ihren Mitmenschen sehen. Nach vorn schauen, wenn es einen mal zurück wirft. Die lachen und auch mal weinen – und füreinander da sind. Auf Du-bist-ein-Gewinn.de lest hier die ganze Reportage und seht noch mehr hübsche Bilder, die Jan Ehlers an dem Tag gemacht hat. Hier ein erster Einblick:

Bing Crosby träumt im Radio gerade von weißer Weihnacht, als Brunhilde Wieckhorst, Ingrid Lichtenstein und Ilse Siegel an diesem Adventvormittag in ihrem sonnendurchfluteten Wohnzimmer sitzen. Es riecht nach Keksen, Geschenke hängen schon am wundervoll dekorierten Weihnachtsbaum. Die drei Seniorinnen sind Mitbewohnerinnen, sie leben in einer echten Wohngemeinschaft. Zugegeben, einer ungewöhnlichen. Denn im „Haus der Generationen“ in Altenburg gibt es noch eine Begegnungsstätte und die Kindertagesstätte „Zwergenland“. Wie kann es da so ruhig bleiben?

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Die Improvisation steckt voller Überraschungen: Welchen Status nehme ich ein? Gibt es einen neutralen Schonraum? A pro pos Raum: Wie gestalte ich entspannt einen leeren Raum? Wie erobere ich diesen Raum? Warum soll ich immer Ja sagen und nie Nein? Wie werde ich langweilig?

In zwei neuen Workshops vermitteln Lisa Jäger und ich einen Funken Struktur, indem wir Eingeübtes mit viel Zündstoff in die Luft sprengen und mit der Unsicherheit unseres Daseins (auf der Bühne und im Alltag) eine Friedenspfeife rauchen. Die Workshops finden in Leipzig statt und sind grundsätzlich für alle Menschen geeignet – auch ohne Vorerfahrungen.

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stevepb / pixabay (CC0)

„Na, kriegste mal wieder den Mund nicht auf im Seminar?“ Das klingt ganz schön vorwurfsvoll – und manchmal fragt man sich tatsächlich (hinterher), warum man nicht einfach etwas beigetragen hat. Doch da sind diese zwei, drei Jungs, die schon ein paar Semester länger studieren und Worte auspacken, die du noch nie gehört hast. Die dir eh wieder ins Wort fallen und dich an die Wand argumentieren würden. Dann lieber nichts sagen?

Lisa Mangold, Feministin, hat solche Gedanken auch schon gehabt. Sie hat geforscht, was dahintersteckt – und sieht Geschlechterrollen als eine Ursache für Machtunterschiede in Seminaren. Die führen dazu, dass sich Leute zurückziehen, ausgegrenzt und unwissend vorkommen, und im schlimmsten Fall den großen Rednern im Seminar den Weg räumen.

In einem Beitrag für Dein-Masterplan.de, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, habe ich mit ihr darüber gesprochen, wie solche Unterschiede überhaupt entstehen. Und was ich tun kann, wenn ich die Ursache des Problems bin – auch wenn ich vielleicht nicht mit voller Absicht diskriminiere. Spannend, spannend.

Hier gehts zum Beitrag auf Dein-Masterplan.de.

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mitmischen.deWer „verdient“ eigentlich das 100-fache seiner Kolleg*innen? Tja… Stille.

Mit unterschiedlich hohem Stress, ausgeprägtem Hintergrund und unausgeglichener Verantwortung lassen sich Gehaltsunterschiede in privatwirtschaftlichen Unternehmen mühelos rechtfertigen – gar kein Problem. Doch die Unverhältnismäßigkeit zwischen den Verdiensten eines*r Manager*in eines Konzerns und dessen Arbeiter*innen, wie sie heute Alltag ist, zweifelt die Linksfraktion im Deutschen Bundestag an – und will Manager*innengehälter deckeln: Sie sollen künftig maximal das 20-fache der anderen im Unternehmen verdienen.

Auf dem langen Weg in eine sozialgerechte Arbeitswelt halte ich es für nötig, diesen Schritt zu gehen. Diesen Standpunkt habe ich in einem Beitrag für mitmischen.de, das Jugendmagazin des Deutschen Bundestages, verteidigt. Mein Kontrahent sieht die Arbeiter*innen in einem Unternehmen auch geschädigt, wenn „die da oben“ zu viel kriegen, will aber auch keine Obergrenze, sondern die freie Marktwirtschaft entscheiden lassen… so ganz bin ich durch seine Argumentationsstruktur nicht durchgestiegen.

Lest selbst auf mitmischen.de und diskutiert gerne mit!

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